Urbanität (2010)

4. Treffen des NWNW Stadt Raum Architektur, Zürich, 2011

Call

Beim 4. Treffen des Netzwerks im Juni 2010 in Zürich soll durch einen offenen Call for Papers die Themenbandbreite des Netzwerks aufgegriffen werden, um nicht zuletzt auch einen Überblick über die aktuelle sozialwissenschaftliche Forschung von NachwuchswissenschaftlerInnen zu Stadt, Raum und Architektur zu gewinnen.

Trotz thematischer Offenheit sollen die Beiträge sich durch die Auseinandersetzung mit dem in den Forschungsarbeiten zum Ausdruck kommenden Theorie- und Methodenansätzen auszeichnen. Denn sieht man sich heutige Diskussionen über Städte und urbanen Räume an, so läßt sich einerseits ein drängender Bedarf an theoretischen Erklärungen für die aktuellen Entwicklungen diagnostizieren, andererseits sind auf der methodischen Seite innovative Ansätze gefordert, um sich dieses Potential zu erarbeiten und Antworten auf die zentralen Fragen aktueller Stadtentwicklung zu finden!

Für den Workshop werden dementsprechend Beiträge gesucht, die sich aus ganz unterschiedlichen thematischen Perspektiven intensiv mit Methoden und Theorien der Stadtforschung auseinandersetzen. Dabei geht es darum, die angewandten bzw. entwickelten methodischen Zugänge und theoretischen Erklärungsmodelle explizit zu machen und diese in Beziehung zueinander zu setzen. Ziel ist, neben dem Überblick über die Themenvielfalt aktueller Stadt-, Raum- und Architekturforschung, die Sammlung der verschiedenen Theorien und Methoden, mit denen die Komplexität des Forschungsgegenstands zugänglich gemacht wird.

Zusätzlich zu den unterschiedlichen thematischen Beiträgen, die auf Theorien und Methoden fokussieren, sollen zwei zentrale, vielschichtige und umstrittene Begriffe diskutiert werden: Urbanität und Raum. Haben diese Begriffe so viele unterschiedliche Definitionen wie RednerInnen und Anwendungskontexte oder lassen sie sich sozialwissenschaftlich schärfen? Ist eine einheitliche Definition vielleicht gar nicht nötig? Begründen sich die Auffassungen gar mittels unterschiedlicher Fachrichtungen (Soziologinnen, Geographinnen, Ethnologinnen, Architektinnen, usw.)? Hierzu werden konzeptionelle, gerne experimentierfreudige Beiträge gesucht, die sich sowohl auf eigenen Überlegungen als auch auf dafür als zentral erachtete bestehende Theorien beziehen können.

Ort
  • ETH Zürich
Programm
  • Gunter Weidenhaus, TU Darmstadt: Relationale Raumtheorie revisited!
  • Monika Litscher, ETH Zürich: Urbanität – Ein Beitrag an die Begriffsdiskussion aus helvetischer Perspektive
  • Thomas Dörfler, Uni Göttingen: Was ist Urbanität? Eine Lefebvresche Antwort
  • Prof. Christian Schmid, ETH Zürich: Die Globalisierung des urbanen Raums: Auf dem Weg zu einer neuen Theorie der Urbanisierung
  • Martino Stierli, EIKONOS, Uni Basel: Fotografische Feldforschung in Kunst und Architektur der 1960er Jahre: Zum Beispiel Las Vegas
  • Günther Prechter, Bregenz: Architektur im Modernisierungsprozess des ländlichen Raumes. Akteurszentrierte, qualitative Untersuchungen zur Zeitgenössischen Architektur in wissenssoziologischer Perspektive am Beispiel Vorarlbergs
  • Nils Grube, Uni Hamburg: [zwischen] hoffen & räumen – Kulturelle Zwischennutzung und Standortvitalisierung am Beispiel des Forum-Frappant-Gebäudeensembles in Hamburg-Altona
  • Barbara Müller, Zürich: Soziale Kohäsion in der Nachbarschaft. Eine Mehrebenenanalyse von Einflussfaktoren auf Quartier- und Individualebene
  • Eva-Christina Edinger, Uni Konstanz: Spaces of Knowledge – Architektur als Akteur der Wissensproduktion in Bibliotheken
Organisation
  • Maik Hömke, ETH Zürich
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